Ludwigsluster Schlosskonzerte 2022


Samstag, 11. Juni 2022, 18.00 Uhr  - Goldener Saal im Schloss Ludwigslust

 

"Südamerikanisches Temperament trifft auf russische Seele"

mit dem Kibardin Quartett

 

Die vier hervorragenden Musiker Michael Kibardin – Violine, Alexander Pankow – Bajan, Jens-Uwe Popp – Gitarre und Guido Jäger – Kontrabass machen eine ganz andere Seite von Russland hörbar und tauchen in die Tango-Welt des 2007 verstorbenen Bajanvirtuosen und Komponisten Efim Jourist ein. Dieser schuf verblüffende, ausdrucksstarke Werke, getragen von schwelgerisch- melancholischen Melodien.

Das Geheimnis des Kibardin Quartetts liegt in den perfekt auf die Besetzung zugeschnitten ausdrucksstarken und effektvollen Arrangements von klassischer und traditioneller russischer Musik sowie von Astor Piazzolla Werken. Diese präsentieren die vier Musiker mit virtuoser Spielfreude, ausbalanciertem Ensembleklang und interpretatorischer Souveränität.

Ob im Konzert- oder Theatersaal, das Kibardin Quartett ist gern gesehener Gast bei renommierten Festivals, u.a. beim Schleswig - Holstein Musik Festival, beim Oberstdorfer Musiksommer, dem Usedomer Musikfestival, dem bedeutenden Deutschen Akkordeonfestival in Bruchsal.

Das Publikum in Italien, Finnland, Österreich und Deutschland ist hingerissen von der außergewöhnlichen Mischung aus elektrisierenden Rhythmen und musikalischer Poesie.

Mit ihrer aktuellen CD „Am Samowar Tango-Geschichten aus Russland“ legt das Ensemble ein faszinierendes Portrait von Efim Jourist vor. Auf NDR Kultur lobt Musikredakteurin Petra Rieß: „Ich habe selten eine so gelungene Mischung aus Konzertmusik und Folklore gehört. Und das auf höchstem Niveau!“ „Nobel musiziert und mit sehr viel Geschmack“, findet Radio Stephansdom aus Wien und kürt das Album zur CD des Tages.

 


 

Samstag, 23. Juli 2022, 18.00 Uhr - Goldener Saal im Schloss Ludwigslust

 

"Romantik trifft Impressionismus"

mit dem Stuttgarter Kammerduo Sebastian Fritsch (Cello) und Rosa Neßling (Geige)

 

Das Stuttgarter Kammerduo hat sich 2010 gefunden. Durch zahlreiche erfolg­reiche Konzerte in Deutsch­land, der Schweiz, in Frankreich, Italien und den USA konnte sich dieses Ensemble fest etablieren. Schon 2015 wurden die jungen Künstler als Stipen­diaten in den Jehudi Menuhin Verein Live Music Now Stuttgart e.V. aufgenommen. Im Jahr 2019 hat das Duo im Rahmen des Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwett­bewerbs erstmals eine CD eingespielt.

Den besonderen Zauber der beiden Künstler macht aus, dass sie „...ein ganz besonderes Einvernehmen als Duo haben, musikalisch wie menschlich... dass beide dabei ihr eigenes Profil ganz einbringen, statt es anpassend aufzugeben. Das gehört zur kammermusikalischen Spitzen–Formation.“ (Stuttgarter Nachrichten).       

Die Geigerin Rosa Neßling ist Gewinnerin nationaler und internationaler Wettbewerbe. Derzeit studiert sie im Konzertexamen in Weimar. Als Orchestermusikerin hatte Rosa Neßling einen Zeitvertrag in den 1. Violinen des Staatsorchesters Stuttgart und war in der Saison 18/19 Praktikantin in den 1.Violinen des SWR Symphonieorchester unter Teodor Currentzis. 2020/21 war sie Aushilfe im Gürzenich Orchester Köln und dem MDR Sinfonieorchester. Ab August 2021 hat sie die Position als stellvertretende Konzertmeisterin am Anhaltischen Theater Dessau inne.   

Sebastian Fritsch gewann aktuell den 2. Preis des George Enescu International Competition, 2019 den renommierten Deutschen Musikwettbewerb mit Publikumspreis und den 1. Preis des Felix Mendelssohn-Bartholdy-Hochschulwettbewerbs. Darüber hinaus ist er 1. Preisträger des TONALi Cellowettbewerbs 2018, bei dem er ebenfalls den Publikumspreis, den Mariinsky-Sonderpreis sowie den Saltarello-Preis erhielt. Er studierte in Weimar. Zurzeit setzt er sein Studium an der Kronberg Academy bei Wolfgang Emanuel Schmidt fort. Seit August 2021 ist er als Konzertmeister der Violoncelli in der Sächsischen Staatskapelle Dresden tätig. Sebastian Fritsch spielt ein Cello von Thorsten Theis, welches ihm von der Karl Schlecht Stiftung zur Verfügung gestellt wird.

 

                                                                                                                                                 Foto: René Gaens


Samstag, 20. August 2022, 18.00 Uhr und 21.00 Uhr - Goldener Saal im Schloss Ludwigslust

 

NACHT DER MUSIK - 2 Konzerte mit kulinarischem Parkvergnügen

 

1. Konzert 18.00 Uhr - Goldener Saal im Schloss Ludwigslust - "Glüchliches genug" mit dem Ensemble SONeO

 

Melina Paetzold (Klarinette), Anna Fedotova (Geige) und Chiharu Bley (Violincello) begeistern mit Musik von u.a. Franz Schubert, Robert Schumann und Mozarts Don Giovanni sowie lockeren und lebensfrohen Tänzen von Libor Sima, einem 1967 verstorbenen deutschen Orchestermusiker.

Melina Paetzold moderiert das Programm mit Ausführungen zu den Kompositionen und Komponisten.

2014 gründete die Klarinettistin Melina Paetzold das Ensemble SONeO, welches sich schwerpunktmäßig für Komponist*innen des 20. Jahrhunderts, insbesondere den verfemten oder Exilkomponist*innen aus der Zeit des Nationalsozialismus, einsetzt. Die Idee neue Klänge bzw. Werke in ihren Konzerten zu präsentieren, spiegelt sich auch in dem Namen des Kammermusikensembles wider, welcher sich aus den Lateinischen Begriffe sono – klingen und neo – neu zusammensetzt.

Die Musikerinnen des Ensembles SONeO wurden schon mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem NDR-Kulturpreis, beim Internationalen Verfemte Musik Wettbewerb, bei der International Music Competition Osaka, dem Nationalen Wettbewerb der Klassischen Musik Tokio und dem Internationalen Wettbewerb Don Vincenzo Vitti in Italien.

 

2. Konzert 21.00 Uhr - Goldener Saal im Schloss Ludwigslust

"Unbekannte Lieder einer Ludwigsluster Komponistin"

mit Sophia Maeno (Gesang) und Maša Novosel (Klavier)

 

Gespielt und zu hören sind bisher unveröffentlichte Lieder und Klavierwerken der Mecklenburger Komponistinnen Sophie Westenholz (1759-1838) und Emilie Mayer (1812-1883), die handschriftlich in Schwerin, Hamburg und Brüssel liegen.

Sophie Westenholz wirkte als Komponistin, Sängerin, Pianistin und Glasharmonikaspielerin am Ludwigsluster Hofe und leitete auch die Hofmusiken - sehr ungewöhniich für eine Frau in dieser Zeit!

Emilie Mayer wurde als Tochter eines Apothekers in Friedland geboren und beschloss im Alter von 28 Jahren, Komponistin zu werden. Sie studierte bei Carl Loewe und hinterließ mit u.a. acht Sinfonien das wohl umfangreichste Gesamtwerk einer Frau im 19.Jahrhunderts.

Dass die Werke von Emilie Mayer und Sophie Westenholz heute wieder hörbar sind und als Notenausgabe Musikern zur Verfügung stehen, ist zwei Kooperationsprojekten (2019 und 2021) zwischen der Stiftung Mecklenburg, der Edition Massoneau und dem Förderverein Schloss Ludwigslust e.V zu verdanken.

Die Schweriner Mezzosopranistin Sophia Maeno und ihre Klavierpartnerin Maša Novosel spannen mit ihren Liedern einen weiten thematischen Bogen von beschaulichen Naturbeschreibungen über innige Liebeslyrik bis hin zur Trostlosigkeit des Todes. Daneben taucht immer wieder der Humor der Komponistin auf, etwa wenn sie vom Ziehen eines Milchzahns singen lässt.

Sophia Maeno studierte Gesang in Dresden, Rom und Karlsruhe. Sie ist Preisträgerin der Yehudi-Menuhin-Stiftung „Live Music Now“ und des Richard-Wagner-Verbands. 2014 wurde sie als Solistin an das Staatstheater Schwerin verpflichtet. Seit 2016 arbeitet sie frei.

Maša Novosel wurde 1987 in Kroatien geboren. Sie studierte in Kroatien und in Karlsruhe. Im Juni 2013 schloss sie ihr Master-Studium ab und begann ein weiteres Master-Studium im Fach Klavierkammermusik. Sie spielte bereits bei vielen bedeutenden Konzerten und nahm an verschiedenen Wettbewerben erfolgreich teil. Mit dem Kammerorchester Zagreber Solisten führte sie unter anderem Werke von Mozart auf.

 


 

Samstag, 3. September 2022, 18.00 Uhr - Goldener Saal im Schloss Ludwigslust

 

"Eine Nacht in Venedig - Das besondere Konzert"

mit dem Solisten Joachim Karl Schäfer (Kornett) und dem Preußischen Kammerorchester

unter Leitung von Aiko Ogata (Violine)

 

Joachim Schäfer gilt als einer der führenden Trompeter seiner Generation. Er überzeugt Publikum und Kritiker gleichermaßen durch seine technische Souveränität sowie sein müheloses, stilsicheres und dynamisch sensibles Spiel, mit dem er auf der Trompete hohe Maßstäbe setzt. Als Trompetenvirtuose der Meisterklasse ist er Gründer und Leiter seines nach ihm benannten Trompetenensembles. Zudem gründete er das Kammerensemble „Die Dresdner Bach-Solisten“ und konzertiert regelmäßig bei bekannten Konzertreihen in Deutschland sowie im Ausland. Mit besonderer Hingabe widmet sich Joachim Schäfer Transkriptionen und Bearbeitungen. Eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem Preußischen Kammerorchester.

Bereits seit über 60 Jahren kann man die Musiker des Preußischen Kammerorchesters auf der Bühne erleben. 1954 gründete sich das damalige Staatliche Kreiskulturorchester Prenzlau, aus dem das jetzige Ensemble entstand. Die zwölf Musiker aus sechs verschiedenen Ländern spielen Werke aus allen Stilepochen. Seine Heimat hat das Kammerorchester in Prenzlau.

Das Orchester zeichnet sich vor allem durch seine Vielseitigkeit aus. Neben regelmäßigen Klassik-, Unterhaltungs- und Kammermusikkonzerten in Prenzlau gastiert es häufig im In- und Ausland. Dazu gehören Konzerte in Dänemark, den USA sowie in Belgien, Bulgarien, den Niederlanden, Italien und in Polen. Zuletzt führte eine Konzertreise in die Schweiz.

Auf dem Programm des Konzertes stehen Werke großer Meister. So erklingen u.a. Fantasien über berühmte Opernmelodien und Arien von Giuseppe Verdi, Vincenzo Bellini, Friedrich v. Flotow sowie Jean-Baptiste Arban. Lassen Sie sich entführen in die Klangwelt der Unterhaltungsmusik um 1900, denn kaum eine Epoche weist so eine bunte Klangvielfalt auf wie die der vergangenen 121 Jahre.

 


 

Samstag, 08. Oktober 2022, 18.00 Uhr - Stadtkirche Ludwigslust 

 

"Saxophon-Quartett rockt sich durch die Klassik"

mit dem clair-obscur Saxophonquartett

 

Das Berliner Saxophonquartett clair-obscur gehört seit vielen Jahren zu den renommiertesten Quartetten seiner Art. Auftritte in der New Yorker Carnegie Hall, der Philarmonie Berlin und beim Luzern Festival sprechen eine deutliche Sprache. Die individuelle Qualität seiner Mitglieder (Jan Schulte Bunert, Sopransaxophon, Maike Krullmann, Altsaxophon, Christoph Enzel, Tenorsaxophon und Kathi Wagner, Baritonsaxophon) wird im Zusammenspiel noch gesteigert.

Während ihres Studiums in Berlin lernten sich die vier Saxophonisten kennen und waren fasziniert von den musikalischen und klanglichen Dimensionen, die das Saxophonquartett ermöglicht. Sie begeistern seit 20 Jahren ihr Publikum.

Der ganz eigene Sound, das traumwandlerische Zusammenspiel und ihre von Spielfreude, Lockerheit und Humor geprägten Auftritte machen jedes Konzert von clair-obscur zu einem Erlebnis.

Seit der Renaissance bezeichnet der Begriff clair-obscur in der Kunst den Einsatz extremer Hell-Dunkel-Kontraste. Ziel dieser Technik ist die dramatische Steigerung des Ausdrucks. Das Repertoire von clair-obscur ist scheinbar unerschöpflich. Es gibt nichts, was die vier Musiker über die Originalliteratur hinaus nicht ausprobieren. In teils wagemutigen Bearbeitungen spielen sie Klaviermusik und Streichquartette, lassen die verschiedenen Klangfarben eines großen Symphonieorchesters auf ihren Saxophonen lebendig werden. Der Sound ist umwerfend perfekt. Mal klingen die je zwei Frauen und Männer wie eine Orgel, mal wie ein Blasorchester, mal wie feinste Streichmusik. Unglaublich das Temperament, unglaublich die Technik und die Kunst, sich gegenseitig zu animieren.

 

                                                                                                                                                                                                                      Foto: Michael Jungblut


 

Samstag, 10. Dezember 2022, Weihnachtskonzert 15.00 Uhr - Stadtkirche Ludwigslust

 

"Kammermusikalische Klänge zum Advent"

mit dem Kammerblasorchester der Hochschule für Musik und Theater Rostock

 

Das Kammerorchester aus Studierenden und Lehrenden der Hochschule für Musik und Theater Rostock überzeugt durch musikalische Vielfalt und Harmonie mit seinen Blech- und Holz- blasinstrumenten. Gepaart mit einem abwechslungsreichen Programm stehen die Musiker außerdem für Spielfreude, Leidenschaft und die Erkundung neuer Räume und Einflüsse. Ein sehr lebendiger Umgang mit dem Bereich der Kammermusik bietet für Jung und Alt gleichermaßen interessante Angebote.

Das Repertoire ist vielfältig und abwechslungsreich. Erarbeitet und aufgeführt werden sinfonische Programme und Solokonzerte sowie Oratorien und Opern. Auf diese Weise lernen die Studierenden praxisnah ein breites Spektrum der Konzert- und Opernliteratur verschiedener Epochen und Stile kennen und werden auf ihr späteres Berufsleben als Musikerinnen und Musiker vorbereitet.

Es erklingen musikalische Auszüge aus Engelbert Humperdincks Oper „Hänsel und Gretel“, Tschaikowskis „Nussknacker“ und vieles mehr. Durch konsequente Probearbeit werden die musikalischen Leistungen der einzelnen Musikerinnen und Musiker gesteigert. Regelmäßige Konzerte vor Publikum soll auch die Performance bei Auftritten verbessern.

 


 

 

Künstlerbewerbungen senden Sie bitte an,

Margot Rubel / Vorstand

 

margot.rubel@t-online.de                                                                                                                                                   Stand: 05.02.2022